Die Weinregion Wachau

Die Wachau - Wein entlang des Donautals
Erstmals wurde die Wachau 830 in einer Karolingerurkunde erwähnt. Die Tradition des Weinanbaus findet ihren Ursprung bereits zur Zeit der römischen Besiedelung der Wachau und erfährt unter der Herrschaft der Karolinger eine erste Blütezeit. Im Mittelalter sind die Wachauer Weine schon weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Es gibt nicht viele Landschaften in Europa, deren Grenzen so genau definiert sind, wie die der Wachau: Das Donautal zwischen Melk und Krems. Die Wachau ist Gestalt gewordene Geschichte auf 33 Kilometern Stromstrecke, Wein- und Kulturlandschaft inmitten der majestätischen Benediktinerstifte Melk und Göttweig.

Steinfeder, Federspiel und Smaragde
Steinfeder
ist der Name der leichten duftigen Weine der Wachau. Das
federleichte Grasgewächs Steinfeder, das in unmittelbarer Nähe der terrassierten Weingärten auf Felsen wächst, gab den Namen. Die Trauben müssen ein Mostgewicht von 15–17° KMW (73-83° Oechsle) und einen Alkoholgehalt von maximal 11% Vol aufweisen.
Federspiel
Der Name Federspiel stammt aus der Falkenjagd, die in der Wachau sehr beliebt war. Das Federspiel sind zusammengebundene Flügel einer weißen Taube, die vom Falkner in die Luft geworfen wurden, um einen entflogenen Falken wieder zurückzulocken. Das Mostgewicht
muss mindestens 17° KMW sein, der Alkohol-Gehalt darf zwischen 11,5 und 12,5% Vol liegen.
Smaragd
ist die Bezeichnung für die kostbarsten Weine der Wachau. Der Name stammt von den Smaragdeidechsen, welche häufig in den Steinterrassen zu finden sind. Ein Mostgewicht von 18,2° KMW (90° Oechsle) und 12,5 Volumsprozent Alkohol sind die Mindestanforderungen für diese Kategorie.