Weinregion Piemont

Altrömische Weinregion
Von mittelalterlichen Schlössern geprägt gehört diese Region historisch zu den wohlhabensten Italiens. Schon die Römer schätzten den Wein aus Piemont, dem Land "am Fuß des Berges". An den Süwest- und Osthängen des gigantischen Alpentals an deren Ausläufern wird in kühlem Klima Wein angebaut. Die Trauben reifen nur langsam, was dem Aroma zugute kommt. Die vorherrschende Bodenart ist vulkanischer Tuff, auch Kalk ist reichlich vorhanden.

Region des Barolo
Die Weine werden hier ausschliesslich aus der edelsten Traube des Piemonts, der Nebbiolo, gewonnen. Die besten Rebberge befinden sich auf kalkhaltigem Mergel oder kargem Sandstein. Die Spitzenweine des Piemonts haben in den letzten Jahren einen markanten Wandel durchlaufen. Die meisten Produzenten haben die Maischung und Gärung, welche früher bis zu zwei Monaten dauerte, auf rund zwei Wochen reduziert. Zudem reifen heute viele Weine in Barriques. So entstehen rundere, fruchtbetontere Weine, die früher trinkreif sind.
Einen enormen Aufschwung hat in den letzten Jahren auch der Barbera erlebt. Aus dem einst herb-rustikalen und enorm säurebetonten Alltagswein ist durch Ertragsreduktion, moderner Vinifikation und oft auch Fassausbau ein dichter, eleganter Wein entstanden, der von immer mehr Piemont-Liebhabern als interessante Alternative zu den teuren Barolos und Barbarescos geschätzt wird. Mit dem frischen, unkomplizierten Gavi aus der Cortese-Trauben, dem elegant-feinduftigen Arneis sowie dem moussierend-vollfruchtigen Moscato verfügt das Piemont auch über drei eigenständige Weissweine, die zunehmend geschätzt werden.