Weinbaugebiet Nahe

Nahe Weine weder laut noch leise
Der Spitzen-Nahewein ist weder laut noch leise: Wer ihn erst einmal im funkelnden Glas genossen hat, dem öffnet sich die Tür zur reichhaltigen Welt feinster Geschmacksfacetten. Es wundert daher nicht, dass Naheweine mehr und mehr den Siegeszug zur Weltspitze antreten. Obwohl bereits die Römer hier Wein anbauten, wurde die Nahe erst 1971 zum definierten Anbaugebiet. Nahewein gilt schließlich nicht umsonst als ein Edelstein über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Die Nahe Weinstraße
Die mehr als 130 Kilometer lange Naheweinstraße verbindet eine Vielzahl von Weindörfern im Anbaugebiet Nahe. Urige Straußwirtschaften und Gutsschänken laden ebenso ein wie herrlich gestaltete Winzerhöfe und Weingärten. Von Mai bis Oktober feiert man hier die Feste rund um die Naheweinstraße. Auch erkennt man hier deutlich, wie die Winzerfamilien mit Liebe und Sorgfalt um die Pflege ihrer Anwesen und die Qualität ihrer Weine bemüht sind.Die Rieslinge aus der Nahe beeindrucken durch ihr feines Zusammenspiel von Frucht, Säure und Mineralik, fallen allerdings recht unterschiedlich aus. Grund dafür ist die enorme Bodenvielfalt dieser Region: Quarz- und Schieferböden an der unteren Nahe bringen Apfel- und Kräuternoten hervor; Porphyr, Melaphyr und Bundsandstein an der mittleren Nahe führen zu mineralisch-rauchigen Weinen; Verwitterungsböden und Tonüberlagerungen aus Sandstein, Löß und Lehm rund um Bad Kreuznach bewirken Grapefruit- und Rosenduft. Im Weinbaugebiet zwischen Rheingau und Mosel, von Martinstein bis Bingen, werden auf 4.000 Hektar herrlich mineralische Rieslinge angebaut.